2015 startete der große Paukenschlag, um mit der Einführung der Registrierkassenpflicht und der argumentativ unterschwelligen Kriminalisierung aller Unternehmer das Budgetloch zu stopfen. Hunderte Millionen, so vermutete man, werden ja landauf und landab am Fiskus vorbeimanövriert, dem Allgemeinwohl hinterzogen und in den linken Hosensack gesteckt. Ein Plan wurde vom Ministerium ausgeklügelt, wie man Steuervermeidung im Lande hintanhalten kann.

Jeder Kleinstunternehmer hatte ab sofort eine Registrierkasse, so ein Untenreintippobenzettelrauskommmaschinderl, mit einer von der Finanz ausgegebenen Signatur anzuschaffen, aufzustellen und rigoros zu betreiben! Die Kunden wurden aufgefordert, zu vernadern und zu bespitzeln, wenn dieses berühmte Zetterl nicht übergeben werden sollte. Vor den Geschäften sollte das auch kontrolliert werden. Das wurde dann aber doch verworfen. Müllvermeidung?

Die Scharfschaltung wurde immer wieder verschoben. Man hörte, dass bei so vielen Kassenvorgängen dem Finanzministerium der Server abstürzt. Zur Behebung wurden auch die Softwarehersteller zu Rate gezogen.

Mit Anfang Juli fängt nicht nur die Urlaubszeit an, nein, auch 500 ausgebildete Finanz-Registrierkassenprüfer schwärmen aus. Bewaffnet mit einem Ausfüllbogen, um die Kontrolle auch durchführen zu können. Pardon gibt es keinen mehr. Außer man kann belegen, dass man dieses Kasterl schon bestellt hat, allerdings bei einem Computerfuzzi, der nicht liefern kann. Alle anderen Kassenunternehmen können das. Und das weiß auch der oberste Säckelwart.

Seiher wurden zirka 350.000 Kassensysteme in Österreich verkauft. Dementsprechend sollte doch auch das Steueraufkommen durch die „Trockenlegung der Sümpfe“ gestiegen sein? Mitnichten, so gut wie nix mit x. Außer einem Umsatzplus bei den Kassenherstellern – und diese zusätzlichen Steuereinnahmen werden uns jetzt in Summe als Erfolg verkauft.

Da schau! Schönen Urlaub!

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