Du arme Haut – Reha vor Rente, ein Erfolg

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Du arme Haut

Reha vor Rente, ein Erfolg

Berufsbedingte Hauterkrankungen sind die zweithäufigste Berufskrankheit. Hochrisikoberufe finden sich in Gastronomie, Reinigung und Pflege, Metall- sowie Holzverarbeitung und Friseurbetrieben. Arbeitgeber haben nicht nur die Pflicht, sondern auch das Recht, diese bei der AUVA zu melden. Denn rechtzeitige Therapie ist billiger als ständige Arbeitsausfälle.

Wenn es juckt, sich Blasen bilden, die Hände unter Schmerzen anschwellen, hat man entweder vergessen oder verabsäumt, sich regelmäßig einzucremen und bei Feuchttätigkeiten langstulpige Nitrilhandschuhe überzuziehen, und/oder man hat eine Allergie. In beiden Fällen hilft die AUVA kostenlos. Dort hat man nämlich den gesetzlichen Auftrag, Vorsorge für die Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten zu treffen. Hilft also den Betroffenen und den Arbeitgebern.

Meldeformular:

www.auva.at/bk-meldung
AUVA-Unfallverhütungsdienste:
Graz: 05 93 93-33701
Linz: 05 93 93-32701
Salzburg: 05 93 93-34701
Wien: 05 93 93-31701

AUVA-Hautsprechstunden:

Tobelbad
Klagenfurt
Bad Häring
Wien und Linz (ab 2018)

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AUVA-Hautschutzbeauftragte Dr Roswitha Hosemann

Die AUVA-Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmediziner unterstützen die Friseurbetriebe mit Schulungen und Beratungen, die individuell an die Erfordernisse und Bedürfnisse des Unternehmens angepasst werden. „Für alle, die jedoch mit Hautproblemen bereits zu kämpfen haben, bieten wir ein umfassendes ambulantes Programm mit exakter Diagnosestellung, erforderlichen Hauttests und entsprechenden Therapieplänen. Schutzmaßnahmen werden individuell mit Gesundheitspädagoginnen und -pädagogen erarbeitet”, so die AUVA-Hautschutzbeauftragte Dr. Roswitha Hosemann. Bei ausgeprägten Hautekzemen bietet die AUVA eine stationäre Hautrehabilitation an. Durch Dienstgeberzuschüsse für bis zu sechs Wochen kann auch der finanzielle Ausfall von Unternehmerinnen und Unternehmern ausgeglichen werden. Wichtig ist eine möglichst frühzeitige Meldung an die AUVA, um den Hautzustand wieder herstellen zu können und den Verbleib im Beruf zu gewährleisten.


Erfolgsprogramm

Prim. Dr. Barbara Machan, ärztliche Leiterin der Abteilung für Berufskrankheiten und Arbeitsmedizin in der AUVA-Rehabilitationsklinik Tobelbad, betreut ständig 120 Patientinnen und Patienten mit Hautproblemen stationär, davon 40 Friseurinnen und Friseure. Sie sieht die Sache ganz nüchtern: „Je früher sie kommen, desto besser. Denn wenn, dann ist es sowieso notwendig”, und meint damit auch die Verantwortung der Unternehmerinnen und Unternehmer für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die rechtzeitige Berufskrankheitsmeldung bei der AUVA. Und es funktioniert: Mehr als 50 Prozent der schweren Fälle sind wieder im angestammten Beruf und glücklich.

Prim Dr Barbara Machan

Prim. Dr. Barbara Machan,
AUVA-Rehabilitationsklinik

Hautteam in Tobelbad

AUVA-Rehabilitationsklinik Tobelbad

Der intakte Säureschutzmantel der Haut stellt eine physiologische Hautbarriere dar und schützt uns vor vielem, aber nicht vor allem. Ständige Feuchtigkeit und bei den Friseurinnen und Friseuren besonders Ammoniumpersulfat, Blondierung, Perastoffe und Haarfarbe (besonders dunkle Farben) können die Haut reizen, bis hin zu Allergien. Davor kann man sich aber durch die Primärprävention (Creme und Handschuhe) schützen.

Auch bei Allergien. Der Wille der Betroffenen ist da aber für den Verbleib im Beruf essentiell entscheidend. Fazit: strikte Einhaltung der Schutzmaßnahmen oder Umschulung! Aber wer will das schon?

Hand: vorher nacher

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Dr. Daniel Wilfinger betreut zur Zeit auch Tatjana Kohm

Erfolgsgeschichten

Dr. Daniel Wilfinger, Dermatologe, verantwortlich für die Hautsprechstunden und die Betreuung der stationären Hautpatientinnen und -patienten in Tobelbad, betont die fachärztliche Expertise, die Zusammenarbeit mit der MedUni Graz und den gesetzlichen Auftrag der AUVA zur Forschung: „Gemeinsame Forschungsarbeit und die daraus entstandene Haut-Datenbank sind wichtig, um neue Erkenntnisse in der Prävention und Behandlung zu bekommen. In Kooperation mit der MedUni Graz haben wir hier in Tobelbad ein Kompetenzzentrum für berufsbedingte Hauterkrankungen in Österreich! Darauf sind wir stolz.“


Erfolgstrainerin

Juliane Sack, BSc. MSc., Gesundheitspädagogin in Tobelbad, gibt sich, im Sinne einer arbeitsmedizinischen Assistenz und umfassenden individuellen Beratung unserer betroffenen Versicherten, ganz dem Thema Hautschutz hin. Und es macht ihr Spaß. Ambulant und auch stationär, in Gruppen- und Einzeltherapien leistet sie Überzeugungsarbeit, dass Friseurhände besonderen Schutz brauchen.

Gesundheitspädagogin BSc MSc Juliane Sack zeigt und übt mit den PatientInnen den richtigen Umgang mit Werkzeug, Arbeitsabläufe und Hautschutzmaßnahmen.


Tatjana Kohm: modernste Therapien in Tobelbad für eine gesunde Haut und Wohlbefinden in herrlicher Umgebung.

Erfolgsbotschafterin

Tatjana Kohm arbeitet im Salon Hair&More in Unzmarkt und Oberwölz. Ihre Chefin Marion Schuchnig begleitete sie zur Hautsprechstunde nach Tobelbad. Tatjana ist heute Gesellin, hat aber bei Marion die Lehre absolviert. Sie hat ausgeprägte Hautprobleme, die schon während der Lehrzeit begonnen haben, sagt sie. „Irgendwie beim Haarewaschen unaufmerksam gewesen, ohne Handschuhe halt. Ich habʼ alles gʼhabt: Rötungen, Risse, Bläschen, Juckreiz. Zwei Wochen Krankenstand haben nix gebracht. Nach drei Monaten ist meine Chefin mit mir zur AUVA-Hautsprechstunde gegangen. Der Vorschlag der AUVA: drei Wochen Tobelbad. Und meine Chefin hat Ja gesagt. Hier habe ich Cremen bekommen, damit ist alles abgeheilt und ich weiß jetzt, wann ich was genau verwenden muss. Auch das Rauchen habe ich mir abgewöhnt – und das alles im Einzelzimmer untergebracht, in wunderschöner Umgebung!”


Erfolgsempfehlung

Auf die Hände achten. Schutzmaßnahmen ernst nehmen, Handschuhe und Creme verwenden, auch den Arbeitsmediziner ansprechen und lieber früher als zu spät Hilfe in Anspruch nehmen.

Gesunde Hände leisten mehr!

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