OFFENER BRIEF
an Entscheidungsträger und Presse!

Sehr geehrte Damen und Herren!
Sehr geehrter Herr Landeshauptmann!
Sehr geehrte Frau Landesrätin!
Sehr geehrte Präsidenten von WKTirol und AKTirol!
Sehr geehrte Herrn Landes- bzw. Bundesinnungsmeister!
Sehr geehrte Herren der Gewerkschaft Vida!

Sind Friseure Unternehmer und Mitarbeiter zweiter Klasse?
Wo bleibt die Gleichbehandlung – Gleichstellung?
Sind Gesetzgeber und Sozialpartner Arbeitsverhinderer?

Silvester – 31. Dezember – Jahresende … Silvesterfeste und -Galaabende! Menschen machen sich schön um das alte Jahr zu verabschieden oder/und das Neue zu begrüßen! Um sich für ein Fest zu verschönern vertrauen viele Menschen auch ihrem/einem Friseur!

2017 ist es wiedereinmal soweit! – Silvester fällt auf einen Sonntag! So wie zuvor 2006/1995/1989 usw. Immer, wenn es diese Situation „Silvester = Sonntag“ in der Vergangenheit gab, konnten sich die Sozialpartner sowie die Landesregierung darauf verständigen, dass Friseure, insbesondere in den Tourismusregionen das Geschäft öffnen durften! Klar, dass es so wie bei Sport- und Lebensmittelgeschäften auch hier eine Vereinbarung gab, die diese außerordentliche Sonntagsregelung auch entsprechend für MitarbeiterInnen abgegolten hat. Ob ein Unternehmer dies dann umsetzen wollte, blieb dem Unternehmer frei überlassen!

Erstmals in unserer 56jährigen Unternehmensgeschichte scheint es 2017 VERBOTEN, dass wir unser Geschäft aufsperren?!? … Mag sein, dass es nur ein geringer Teil von Friseurunternehmern ist, die ihr Geschäft aufsperren wollen, aber sollte das nicht die ureigenste Entscheidung des Unternehmers sein? Sollte es nicht das Recht jedes Mitarbeiters/Mitarbeiterin sein, sich freiwillig an diesem speziellen Sonntag zusätzliches Geld zu verdienen? Jeder Vergleich, wie jener des Tiroler VIDA (Gewerkschaft) – Sprechers mit dem 8. Dezember hinkt. Denn der 8. Dezember ist zwar ein Feiertag, aber eben kein globaler Anlass eines Festes, wie eben die Silvesternacht!

Die Krönung des momentan ausgegebenen „Verbots auf Arbeit“ ist aber auch, dass der/die einzelne UnternehmerIn zwar auf „Wanderschaft“, also von Haus zu Haus gehen und dort sein Handwerk ausüben darf, jedoch das eingerichtete, eigene Geschäft, für das er/sie im Normalfall auch am Sonntag Miete bezahlt, darf er/sie nicht aufsperren. Das Sportgeschäft, das Lebensmittelgeschäft in der direkten Nachbarschaft darf aber an genau diesem Tag seine Tore öffnen und dort wird man auch von MitarbeiterInnen bedient!

Da wird laufend von notwendiger Gleichberechtigung und Gleichstellung gesprochen! Wo ist diese Gleichberechtigung, wenn es um Arbeit geht? Dinge, die man ohne Qualitätsverlust auch an einem Werktag kaufen könnte, dürfen auch am Sonntag verkauft werden! – Weil es ja ein Service ist! Handwerkliche Arbeit, die in diesem Fall NUR am Tag der Nutzung einen Sinn macht (eben die Galafrisur zum Galakleid am Galaabend) darf aber nicht angeboten werden???

Sehr geehrte Entscheidungsträger und Sozialpartner! Gewerkschaftsbosse und Regierungsmitglieder! Ich fordere Sie auf, endlich die Logik in Ihr Denken einfließen zu lassen und Fehlentscheidungen zu revidieren! Es ist noch nicht zu spät! Stellen Sie meinetwegen realistische Bedingungen, aber hören Sie auf, Arbeit zu verhindern, wenn es sie gibt!

Mit freundlichen Grüßen

Peter F. Pfister per email
Unternehmer u. Präsident der Intercoiffure Österreich

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