Als Friseurin, Saloninhaberin und freiberufliche GLYNT Trainerin verbindet Sonja Treffer ihre Leidenschaft für Coloration mit der Freude, ihr Wissen weiterzugeben.
Im Interview erzählt sie, wie sie zur Trainertätigkeit gekommen ist, warum kontinuierliche Weiterbildung heute unverzichtbar ist und weshalb der Austausch mit Kolleg:innen sie jeden Tag aufs Neue inspiriert.
Redaktion: Schön, dass wir uns heute treffen Sonja.
Du bist Friseurin und selbstständig in Tirol. Wie kam es dazu?
Sonja Treffer: Der „Klassiker“ – ich wollte schon als Kind Friseurin werden. Nach meiner Ausbildung konnte ich bei Elite-Friseure von Anfang an sehr eigenverantwortlich arbeiten. Vor vier Jahren habe ich schließlich den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Heute bin ich seit 17 Jahren in der Friseurbranche tätig und führe meinen eigenen Salon in Bad Häring. Ich arbeite ausschließlich nach Terminvereinbarung..
Redaktion: Du bist auch freiberufliche Trainerin für Glynt.
Was war dazu der Auslöser?
Sonja Treffer: Es war tatsächlich ein glücklicher Zufall. Die für mich zuständige Außendienstmitarbeiterin von GLYNT hat mich gefragt, ob ich mir die Tätigkeit als Trainerin vorstellen könnte. Meine Begeisterung für Farbtechniken war ihr schon länger aufgefallen.
Kurz darauf hatte ich die Möglichkeit, Frank Eulerich – den Education-Leiter von GLYNT – bei einer Veranstaltung in Tirol kennenzulernen. Dort fiel kurzfristig eine Bühnenassistentin aus und ich wurde gefragt, ob ich einspringen könnte. Gesagt, getan – plötzlich stand ich zum ersten Mal auf der Bühne und durfte über meine Leidenschaft für Farbtechniken sprechen. Ich wurde quasi ins kalte Wasser geworfen, habe diese Chance aber sofort als etwas sehr Positives gesehen. So begann meine Reise als GLYNT Trainerin (lacht fröhlich).
Redaktion: Wie lange machst du das schon als Trainerin?
Sonja Treffer: Seit zweieinhalb Jahren bin ich als GLYNT Trainerin in ganz Österreich unterwegs und begleite Friseur:innen bei Schulungen und Seminaren. Pro Jahr komme ich auf rund 20 bis 25 Trainingstage.
Redaktion: Wie vereinbarst du das zeitlich mit deinem Salon.
Hast du Mitarbeiter oder bist du alleine? Und inwieweit ist dies von Vorteil?
Sonja Treffer: Ich arbeite alleine im Salon und vergebe ausschließlich fixe Termine. Dadurch kann ich meine Zeit optimal zwischen meinem Salon und der Trainertätigkeit einteilen. Diese Flexibilität ist für mich ein großer Vorteil.
Redaktion: Was macht dir dabei besonders Spaß und was ist dabei herausfordernd?
Sonja Treffer: Große Freude bereitet mir der Austausch zwischen Kolleg:innen in ganz Österreich und ich kann mir, auch abseits des Jobs, Inspirationen holen, das ist enorm bereichernd. Herausfordernd ist, dass ich bei jeder Schulung alle Teilnehmer:innen individuell abholen muss. Oft treffen unterschiedliche Generationen und Erfahrungsstufen aufeinander. Genau das macht die Tätigkeit aber spannend. Empathie, Offenheit und ein gutes Gespür für Menschen sind dabei besonders wichtig.
Redaktion: Wenn sich jemand für die Tätigkeit als Trainer/Trainerin interessiert, was ist dabei aus deiner Sicht dabei zu beachten?
Sonja Treffer: Man sollte für dieses Thema brennen und Freude daran haben, Wissen weiterzugeben. Wer neugierig bleibt, offen auf Menschen zugeht und sich selbst ständig weiterentwickeln möchte, findet in der Trainertätigkeit eine unglaublich erfüllende Aufgabe.
Für mich ist sie weit mehr als ein Nebenjob: Ich habe mich fachlich und persönlich enorm weiterentwickelt. Man lernt unterschiedlichste Salons und Menschen kennen, sammelt wertvolle Erfahrungen und wächst auch in der Kommunikation sowie im Auftreten vor Gruppen. All das macht einen nicht nur zu einer besseren Trainerin, sondern auch zu einer besseren Friseurin.
Redaktion: Wie siehst du das Thema Weiterbildung generell bei den Friseuren?Sonja Treffer: Weiterbildung ist heute kein Extra mehr, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor. Unsere Branche entwickelt sich laufend weiter – neue Techniken, Produkte und Kundenbedürfnisse verlangen, dass wir offen bleiben und dazulernen. Wer sich regelmäßig weiterbildet, schafft Mehrwert für seine Kund:innen und entwickelt sich selbst kontinuierlich weiter.
Redaktion: Und speziell im Bereich Coloration. Ist das bei den Friseuren im Fokus, oder eher ’nur‘ gezielt, wenn tatsächlich notwendig?
Sonja Treffer: Gerade im Bereich Coloration ist Weiterbildung besonders wichtig. Das Thema ist heute vielschichtiger denn je. Unterschiedliche Farbtechniken, Naturhaar, moderne Systeme und individuelle Kundenwünsche verlangen aktuelles Fachwissen. Schließlich vertrauen uns unsere Kund:innen ihr Aussehen an.
Redaktion: Wie bildest du selbst dich weiter? Für dich als Friseurin, Unternehmerin und freiberufliche Trainerin?
Sonja Treffer: Natürlich über GLYNT-interne Schulungen, aber auch über Online-Angebote, Fachveranstaltungen und den Austausch mit Kolleg:innen. Mir ist es wichtig, kontinuierlich neues Wissen über Produkte, Techniken sowie unternehmerische Themen und Betriebswirtschaft mitzunehmen.
Redaktion: Wie siehst du generell die Zukunft der Branche?
Sonja Treffer: Ich sehe die Zukunft unserer Branche durchaus positiv. Natürlich verändert sich vieles – Digitalisierung und KI werden uns begleiten. Gleichzeitig entstehen dadurch neue Möglichkeiten. Wer offen bleibt, sich weiterentwickelt und bereit ist, neue Wege zu gehen, wird auch in Zukunft erfolgreich sein. Gerade deshalb ist Weiterbildung wichtiger denn je.
Liebe Sonja, danke für das Interview und weiterhin alles Gute und viel Erfolg!









